"Wir wollen eSports auf das nächste Level bringen"

 

 

 

eSports.com im Interview: „Wir wollen eSports auf das nächste Level bringen“

ESports.com schickt sich an die Welt des eSports zu revolutionieren. Eine Plattform, die Sportjournalismus mit Charity-Aktionen verknüpft, in der Hollywood-Stars zum guten Zweck League of Legends, Dota 2, CS: GO oder Overwatch spielen. ESports.com startet auch einen eigenen ICO, einen virtuellen Börsengang. Wir haben die Gründer Philipp Geppert und Benjamin Föckersperger sowie Content Director Benjamin Kratsch zum Interview getroffen.

 

Seit gut einer Woche seid ihr mit eurem Projekt eSports.com am Markt aktiv. Was verbirgt sich hinter der Idee?

Philipp Geppert, CEO: Wir haben uns mit eSports.com die größte Brand gesichert, die es in diesem Business gibt, weil wir nicht nur einen ICO launchen mit einem Market-Cap von 25 Mio. Euro, sondern auch eine komplette Plattform bauen, die das Beste aus allen Welten des eSports kombiniert: Starker Journalismus, der die Leser „behind the scenes“ führt. Wir wollen einen Sportjournalismus für eSports etablieren, der sich nicht nur um die großen Turniere dreht, sondern auch das Leben der Stars abbildet und sie näher an die Fans ranrückt. Hier kommt unser zweiter Pfeiler ins Spiel: Unsere eSports-University. Die beste Art, League of Legends, Dota 2, CS: GO oder Overwatch zu lernen, ist ein Coaching von einem Pro-Gamer. Ich selbst habe vor einiger Zeit angefangen, League of Legends zu spielen, und es fiel mir schwer, gute Trainings-Anleitungen zu finden. Das ist wirklich eine Nische, die noch keiner besetzt hat. Dafür können unsere User entweder ERT-Tokens einsetzen, unsere eSports-Währung. Oder auch selbst Blogs aufsetzen, Videos drehen und hochladen. Je mehr Likes es erhält, desto mehr ERTs werden dem User gut geschrieben. Wir sehen uns als Plattform, die von Gamern für Gamer gemacht ist und bauen auch unser Geschäftsmodell darauf auf. Wir verzichten weitestgehend auf klassische Werbung, sondern bieten Merchandise, gebrandete Hardware sowie eSport-Wetten in den Ländern an, die das erlauben. ESports ist so ein spannendes Feld, weil es die Chance gibt, erstmals eine komplette Generation zu erreichen. ESports, das sind die Millenials, aber auch 40 Prozent der Frauen. Eine super spannende Zielgruppe.

 

Ein ambitioniertes Projekt, welches nicht nur Euch, sondern auch dem eSports helfen soll. Ein Prozent der Einnahmen soll in ehrenamtliche eSport-Projekte fließen, wie kam es dazu?

Benjamin Föckersperger, Co-Founder: Ich bin schon mein ganzes Leben lang Gamer und weiß, wie herausfordernd es ist, eSports-Clubs und LAN-Parties in Deutschland zu finanzieren. Mit 16 habe ich mit Freunden den Gamers-Congress gegründet, was ein großer Spaß war, aber wirtschaftlich schwierig – zu Beginn mussten wir alle draufzahlen, später war es dann ein voller Erfolg. Ambitionierte Menschen brauchen meist nur ein bisschen Unterstützung, um ihre Ziele verfolgen zu können und dabei wollen wir helfen. Ab 2018 kann sich jeder bei uns um Funding bewerben, wir stellen dafür ein Prozent unseres Gewinns zur Verfügung. Einzige Bedingung: Es muss sich um eine Non-Profit-Organisation handeln, und wir müssen erkennen, dass sie den lokalen eSports voranbringen kann.

 

Wir dürfen Euch seit dieser Woche als Teil des ESB Marketing Netzwerks begrüßen. Welche Kooperationsmöglichkeiten gibt es mit euch, welche Partner sucht ihr?

 

Benjamin Kratsch, Global Content Director: Wir sprechen aktuell mit einigen Celebrities aus Hollywood und der Politik, um Charity-Kampagnen für 2018 zu planen. Ich selbst habe gerade Kevin Spacey dafür in München getroffen, ein paar andere sehr spannende Aktionen sind noch geheim. Erdbeben in Mexiko, die Flut in Houston, große Zerstörung durch die Wirbelstürme Irma und Maria in Puerto Rico bzw. generell der Karibik, Hunger-Katatastrophen in Afrika – die Welt braucht unsere Hilfe, und wir möchten zusammen mit der Gaming- und eSports-Community unseren Beitrag leisten und Initiativen anschieben. Dafür suchen wir aktuell verstärkt Kooperations- und Sponsorenpartner für einzigartige Projekte mit Triple-A-Stars, die Gaming-affin sind.

 

Beim Digital Sports & Entertainment Kongress wirst du kurz über das Projekt berichten, welche Informationen dürfen die Zuhörer erwarten?

Benjamin Föckersperger: Die Anerkennung von eSports als echten Sport durch den Deutschen Sportbund sowie das olympische Komitee sind uns ein wichtiges Anliegen. ESport-Athleten trainieren so hart wie echte Sportler und sollten auch so behandelt werden. Wir planen eine eSports-Universität in Berlin, wo ambitionierte Spieler zu Athleten ausgebildet werden. Diese eSports-University wird es auch komplett virtuell geben, basierend auf Statistiken: Mit sogenannten Heatmaps lässt sich genau nachvollziehen, welche Strategie ProGamer zu welchem Zeitpunkt fahren, ob sie direkt ins Zentrum pushen oder den Gegner kommen lassen – aggressiv oder defensiv spielen. League of Legends ist hier gar nicht so anders als Fußball. Zudem werden wir über unseren ICO sprechen, quasi einen virtuellen Börsengang. Cryptowährungen sind der Trend des Jahres und unser ERT-Token-System eine Weltneuheit. Er lässt sich halten wie ein klassischer Coin – wie der Bitcoin. Aber es steht eben auch ein komplettes Produkt dahinter, für das er sich eintauschen lässt: Hardware, einem Gaming-Stuhl mit dem Branding des Lieblings-Teams oder eine Coaching-Session mit einem professionellen Spieler, der einen einzigartigen Blick auf das Spiel und die Tiefe seiner Mechaniken gewährt. Das ist so als würde man Fußball lieben und könnte mit dem FC Bayern oder Borussia Dortmund trainieren.