Fachartikel aus dem eSport

FIFA als Brückenkopf zwischen virtuellem und realem Fußball?

FIFA als Brückenkopf zwischen virtuellem und realem Fußball?

Kein anderes besseres Spiel ist so sehr geeignet den Fußball im Esport repräsentieren zu können wie FIFA. Die jährlich erscheinenden neuen Versionen von FIFA verbessern die Spielerfahrung dabei schrittweise. Dabei kann FIFA als Brückenkopf zwischen dem virtuellen und realen Fußball dienen.

Die virtuelle Weltmeisterschaft konnte sich über einen großen Beliebtheitsschub freuen. Im Vergleich zu 2017 erhöhte sich die Zuschauerzahl um 400 Prozent, das Finale alleine hatte ca. 322.000 Zuschauer. Dabei wurde das Turnier 2018 als wichtiger Meilenstein in der Professionalisierung des Spiels betrachtet. Auch der Gewinner freute sich sicherlich über die Drittelmillion Zuschauer. Es handelt sich dabei um den saudi-arabischen Spieler MSDossary, der mit grade einmal 18 Jahren als jüngster Profigamer in das Turnier gegangen war. Während MSDossary ein Preisgeld von 250.000 Dollar mitnehmen konnte, gewann der neue Vizeweltmeister aus Belgien Stefano Pinna immerhin 50.000 Dollar. Als besonders enttäuschend konnte jedoch die Leistung der deutschen Teilnehmer betrachtet werden. Diese hatten prozentual gesehen eine recht hohe Chance, da ein Viertel aller Spieler aus Deutschland kam. Doch schon in der Vorrunde schieden drei Spieler, inklusive dem letzten Vizeweltmeister von Manchester City, aus.

Während sich Deutsche beim virtuellen Fußball noch nicht ganz durchsetzen konnten, sieht das Bild beim realen Fußball jedoch ganz anders aus. Die Bundesliga ist eine der wichtigsten Ligen Europas und deutsche Teams wie Bayern München oder Borussia Dortmund sind international absolut konkurrenzfähig. Allerdings sind auch in der Bundesliga die Geschehnisse nicht vorprogrammiert und Bayern München nicht unverwundbar. Der Topfavorit erlitt einige herbe Patzer, weshalb das Team nicht wie in gewohnter Weise die Tabelle führt, sondern Borussia Dortmund hinterher jagt. Schaut man sich die verschiedenen Quoten der Buchmacher im Vergleich an, wird diese Realität auch widergespiegelt und man kann erkennen, dass sich der Kampf um die Meisterschale zu einem Zweikampf entwickelt hat, bei dem alle anderen Mannschaften weit abgeschlagen sind.

Allerdings gibt es auch in der Bundesliga vermehrt Interesse am Esport. Einer der ersten Pioniere war der VfL Wolfsburg, der seit 2015 eine eigene Esport-Abteilung besitzt, sowie der FC schalke 04 ab 2016. Seitdem haben viele weitere Teams sich dem Trend angeschlossen, darunter Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart, Hertha BSC und RB Leipzig. Zuletzt wagte auch Hannover 96 den Schritt und stieg mit einem eigenen Kader beim Esport ein. Es ist damit sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis alle Bundesligisten ihre eigenen Esport-Abteilungen gegründet haben, denn schließlich geht es am Ende auch darum, nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden. FIFA als Spiel kann dabei sehr stark dabei helfen Fußballvereinen ein Tor in die virtuelle Welt zu zeigen.

 

Bild: 'FIFA 18 Gaming Bühne' - Flickr via Marco Verch (CC BY 2.0)

Darum ist CSGO das ideale eSport-Spiel

Darum ist CSGO das ideale eSport-Spiel

Die Beliebtheit der eSport-Branche wächst stetig weiter und auch immer mehr Menschen außerhalb der Gamingszene haben damit angefangen, dem virtuellen Sport online zu folgen. Auch kommerziell wird der eSport immer wichtiger für Marketingzwecke und zum Merchandising. Hinzu kommt, dass die Preisgelder bei den Turnieren stetig ansteigen und die Branche damit immer professioneller wird. Allerdings bleibt es vergleichsweise nur eine kleine Auswahl an Spielen, die den Status eines eSport-Titels erreichen können. Denn daran sind so einige Voraussetzungen gebunden. Counter Strike Global Offensive kann dabei als idealer eSport-Titel betrachtet werden. Doch woran liegt das?

Um beim Massensport Erfolg zu haben, braucht es einfache und übersichtliche Regeln, damit Fans Spaß haben können und nicht durch komplexe Reglementierungen verwirrt werden. Sport muss ebenfalls genügend strategische Entfaltungsmöglichkeiten erlauben, damit Matches nicht langweilig werden. Genau dies findet man traditionell beim Fußball, weshalb es nicht verwundert, dass dieser als beliebteste Sportart der Welt gilt. Schließlich schafft es keine andere traditionelle Sportart, Menschen so sehr an den Fernseher binden zu können. In Bezug auf den eSport betrachtet, nimmt Counter Strike Global Offensive eine ähnliche Rolle ein. Sicherlich haben Fußball und Egoshooter nichts direkt miteinander zutun, aber die Effekte sind verblüffend ähnlich, da die Regeln und der Spielablauf wie beim Fußball einfach zu erlernen sind, aber das Spiel trotzdem viel taktische Tiefe bietet.

Auch wer das Spiel kennt, sollte sich noch einmal vor Augen führen, wie viel Erfolg ein einfaches Konzept haben kann. Bei CS:GO treten zwei Teams mit jeweils fünf Spielern gegeneinander an. Ein Team spielt dabei eine Terroristeneinheit, die versuchen muss, an diversen Orten eine Bombe zu platzieren und diese erfolgreich detonieren zu lassen, während das andere Team in die Rolle einer Antiterroreinheit schlüpft und genau dies verhindern muss. Dadurch wird Teamwork ein absolutes Muss und sorgt für interessante Teamkombinationen. Die hohe Wettbewerbsfähigkeit des Spiels hat darüber hinaus dazu geführt, dass Fans auf ihre Teams nach etwas Einarbeitung sogar CS GO Wetten abgeben können. Da die Lernschwelle gering ist, gibt es sicherlich kein beliebteres Spiel zum Zuschauen oder auch Wetten im eSport. In der Profiszene spielt man die Matches über 30 Runden hinweg und zählt, wie viele Matches jedes Team gewonnen hat. Ein Team gewinnt, wenn entweder alle Gegner des gegnerischen Teams ausgeschaltet wurden oder die Bombe erfolgreich gezündet oder eben entschärft wurde. Nach 15 Runden wechseln die Teams die Rollen.

Das Wirtschaftssystem des Spiels ist ein weiterer interessanter Faktor, der den Spielausgang beeinflussen kann. Zu Beginn des Spiels startet jeder mit dem gleichen Startgeld, welches nach Belieben in verschiedene Ausrüstungsgegenstände und Waffen investiert werden kann. Der achtsame Umgang mit den Ressourcen ist allerdings absolut notwendig. Gewinnt ein Team eine Runde, erhält es für die nächste Runde ebenfalls mehr Geld als das andere Team. Dies sorgt dafür, dass man von Anfang an sparsam mit den Ressourcen umgeht und sich in den Teams genau abspricht, um die maximale Effizienz zu erzielen. Das Spiel hat mittlerweile solch einen Kultstatus erreicht, dass es seit Dezember 2018 kostenlos erhältlich ist. Mit diesem Schritt können eventuell auch Menschen begeistert werden, die Counter Strike bislang ignoriert haben. In jedem Fall wird die Profiszene weiter anwachsen.

Bild: Pixabay

ESPORT.BUSINESS.FORUM am 15. Februar 2019 in Leipzig

 

Tausende Zuschauer, packende Wettkämpfe und viele Emotionen. Das ist eSport, das ist DreamHack Leipzig. Vom 15.-17. Februar 2019 erleben mehr als 15.000 Besucher und 2.000 LAN-Teilnehmer den Start in das deutsche eSport-Jahr 2019. Das eSPORT.BUSINESS.FORUM ist mittendrin statt nur dabei und bietet die perfekte Mischung aus Information und Erlebnis.

Interview

Transfermarkt goes eSports

Transfermarkt steigt in den eSport ein und kooperiert mit KiNG eSports:

  • Für die Playoffs der Virtuellen Bundesliga in Düsseldorf am 10. & 11. März spielte eSportler MMayo bereits erfolgreich für das Transfermarkt-Team
  • Mit Daniel Luther & KiNG eSports haben wir einen erfahrenen Partner gewonnen

Am vergangenen Wochenende startete Mario „MMayo“ Reubold als FIFA-Spieler für das Transfermarkt-Team beim VBL-Qualifikationsturnier in Düsseldorf. Der eSportler qualifizierte sich direkt für das Finale am 31.3./1.4. in Dortmund.

Das soll erst der Anfang im Bereich eSport sein: Für Transfermarkt geht es in erster Linie darum, Erfahrungen zu sammeln, um für weiterführende Aktivitäten gewappnet zu sein und den eSport einem breiteren Publikum näherzubringen. 

Zur Transfermarkt eSport-Website

 

Statement Daniel Luther, KiNG eSports:

„Wir freuen uns darüber Transfermarkt in der eSport-Welt zu begleiten und eine maßgeschneiderte Strategie umzusetzen, die mit der Verpflichtung unseres Spielers ‚MMayo‘ erst ihren Anfang nimmt.“

Statement Patrick Sakschewski, Transfermarkt:

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Daniel Luther und sind mehr als glücklich über das Abschneiden unseres Neuzugangs ‚MMayo‘ beim Qualifikationsturnier in Düsseldorf. Wir legen den Grundstein für ein potentiell langfristiges Engagement im eSport.“ 

Recap Virtuelle Bundesliga Transfermarkt

Jetzt Newsletter abonnieren.

Relevante Updates, Specials und Hintergründe. Nie mehr verpassen.

Weitere Infos

Bei Fragen zu ESportBusiness wenden Sie sich an: 

ESB Marketing Netzwerk
Daniel Luther
Projektleiter eSport
E-Mail: luther@esb-online.com
Telefon: +41 71 223 78 82

Bildnachweis Slider: ©ESL & verantwortliche Fotografen